Johannes Hoesflot Klaebo hat Grund zur Freude.

Die deutschen Langläufer haben wie erwartet im Skiathlon nicht in den Kampf um die Olympia-Medaillen eingreifen können. Friedrich Moch belegte als Bester aus der Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder den 26. Platz. Die Goldmedaille sicherte sich in einem packenden Rennen bei prächtigem Sonnenschein der Norweger Johannes Hoesflot Klaebo. Er ist auch in weiteren Wettkämpfen bei den Winterspielen der Topfavorit.

Klaebo setzte sich kurz vor dem Ziel aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe ab und jubelte auf der Zielgeraden ausgelassen. Rang zwei ging nach 20 Kilometern überraschend an den Franzosen Mathis Desloges. Der Norweger Martin Loewstroem Nyenget holte Bronze.

Silbergewinner kürzt ab

Für Aufregung sorgte eine Aktion von Desloges mitten im Rennen. Der 23-Jährige verließ in einer Kurve kurz die markierte Strecke und kürzte dadurch leicht ab. Dafür wurde er verwarnt. «Es war nur ein Fehler. Ich wollte keine Plätze gutmachen», sagte er. «Ich glaube nicht, dass es das Ergebnis beeinflusst hat. Ich möchte mich entschuldigen.»

Der im Zielsprint von Desloges auf Platz drei verwiesene Nyenget kritisierte die Entscheidung der Jury, den Franzosen nicht zu disqualifizieren, nicht. «Ich glaube nicht, dass er viel davon profitiert hat. Das ist okay. Es ist nicht meine Entscheidung, also denke ich nicht weiter darüber nach.»

Im Skiathlon laufen die Athleten die ersten zehn Kilometer in der klassischen Technik. Die Entscheidung fällt dann in der zweiten Rennhälfte im Skating.

Zwei Schwedinnen bei den Frauen vorn

Mochs Rückstand auf Sieger Klaebo betrug am Ende fast zweieinhalb Minuten. Florian Notz als zweitbester Deutscher lief knapp hinter Moch als 28. ins Ziel.

Tags zuvor waren die deutschen Frauen ebenfalls nur Nebendarstellerinnen. Pia Fink lief als Beste auf den zwölften Platz. Gold ging an Frida Karlsson aus Schweden vor ihrer Landsfrau Ebba Andersson. Bronze sicherte sich die Norwegerin Heidi Weng. Katharina Hennig-Dotzler, die vor vier Jahren in Peking mit der nun gesperrten Victoria Carl überraschend Gold im Teamsprint gewonnen hatte, landete auf dem 30. Platz.